Liebe Brüder und Schwestern in Sooß!

 

Als neuer Dechant darf ich Sie alle herzlich grüßen!

Knapp vor den Sommerferien wurde ich zu diesem Amt gewählt und vom Hochwürdigsten Herrn Kardinal ernannt. Gerade in einer für die Pfarre sehr leidvollen Zeit.

Nun ist es entschieden worden. Herr Pfarrer Adalbert Dworak wird ab 1. September in der Pfarre Gartenstadt Wien 23 als Pfarrmoderator wirken.

Lieber Adalbert,

Im Namen des Dekanates wünsche ich Dir viel Kraft und Segen für Deinen neuen pastoralen Einsatz in Wien!

 

Herr Kardinal hat Herrn Prälaten Dr. Baudouin Muankembe Biajila in Sooß eingesetzt. Er war als vatikanischer Diplomat in den verschiedensten Ländern der Welt im Einsatz und ist nun in Pension.

Lieber Herr Prälat Baudouin!

Herzlich willkommen hier in der Pfarre Sooß und in der Priestergemeinschaft des Dekanates Baden!

 

 

Nun zur Frage: wie geht’s weiter nach so viel Streit, Kritik und Leid?

 

 

Eines ist mir klar geworden:

Alle, die Unrecht erlitten haben sind in ihren Aussagen glaubwürdig. Viele Lösungsversuche sind unternommen worden. Ich danke jenen, die mit großem Einsatz in diese Richtung in irgendeiner Weise ihren Beitrag geleistet haben. Leider gab es auch Versuche an das Problem heranzukommen, die nicht dem Evangelium entsprechen und eher Verwirrung und leid verursacht haben.

Ein Wort der Schrift mag für diese leidvolle Situation der Pfarrgemeinschaft richtungsweisend sein:

„Denkt nicht mehr an das, was früher war, auf das was Vergangen ist, sollt ihr nicht achten. Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es hervor, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Steppe und eine Straße durch die Wüste und ich lasse in der Steppe Wasser fließen, und Ströme in der Wüste..“ (vgl. Jes 43, 18-20)

So wie das verwundete Volk Israel, so können auch wir unsere vielen Wunden und offenen Fragen vor Gott hinlegen und bekennen: Herr, wir schaffen es nicht alles zu klären, richtig zu stellen und zu analysieren. Wir bitten Dich um Hilfe und Heilung!

Liebe Pfarrgemeinde! Kränken wir uns nicht, dass das alles passiert ist. Jede Not birgt eine Chance in sich. Sicher wird nun unser Blick mit stärkerer Treffsicherheit auf Christus gerichtet sein. Er ist in unsere Mitte, und ohne ihn „können wir nichts tun“ (vgl. Joh 15,5)

Es wäre jetzt eine klassische Versuchung, alles stehen lassen zu wollen und die Flucht zu ergreifen, denn niemand möchte mit Streit zu tun haben. Auch Jeremia wollte fliehen, aber er bekannte: „so war es mir, als brenne in meinem Herzen ein Feuer“. Ich weiß, dass auch in vielen von uns ein Feuer brennt!

Darum lasst uns nach vorne blicken!

Beginnen wir neu und lasst uns beten:

Vater im Himmel!

Jesus, dein Sohn ist jenes Feuer, das in uns brennt!

Wir sind traurig über all diese Vorfälle, die du mit angesehen hast und die Deinem Namen und Ruf geschadet haben.

Dein Erbarmen kommt uns zuvor.

Deine Liebe ist groß

Wir bitten dich:

  • Geh mit uns auf den Weg „durch die Wüste“!
  • Lenke unseren Blick nach vorn!
  • Lass uns nicht mehr zurückschauen und wie Lot zur Salzsäule werden!

Amen

 

 

In der Hoffnung auf einen gemeinsamen Neustart in Christus grüße ich Sie herzlich

Ihr Dechant                                                                          Baden, 22.8.2018

Clemens Abrahamowicz

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