Romreise der Familien Schwertführer und Buchart

Reisebericht Rom 1. – 3. Februar 2016

Vier Mitglieder der Pfarre Sooß (Anton und Irmgard Buchart, sowie Martin und Regina Schwertführer) nutzten das Heilige Jahr, um eine Pilgerreise in die ewige Stadt zu unternehmen:

Schon kurz nachdem bekannt wurde, dass der Heilige Vater ein „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ mit 8. Dezember 2015 ausrufen würde, haben wir uns im Mai letzten Jahres dafür entschieden, dieses außergewöhnliche Ereignis zu einer Pilgerreise nach Rom zu nutzen.

Montag 1. Februar:

Nach einem Rundgang durch das historische Rom (Kolosseum, Forum Romanum), wartete der erste spirituelle Höhepunkt auf uns: Die Scala Santa (Die heilige Stiege), welche von der hl. Helena, der Mutter von Kaiser Konstantin, von Jerusalem nach Rom gebracht wurde. Bei dieser Stiege handelt es sich genau um jene, welche Jesus bei seiner Verurteilung zu Pilatus hinaufstieg. Den Gläubigen ist es nur kniend gestattet, die 28 Stufen zu bewältigen, dabei einen Rosenkranz betend. Nachdem wir dies mit entsprechender Demut bewältigt hatten, führte uns der Weg in die gegenüber gelegene Lateranbasilika. Die erste heilige Pforte (geöffnet nur im Heiligen Jahr)

durchschreitend, war gewiss auch Hauch von der Gnade, die dies mit sich bringt, zu spüren. Nach einem kurzen Fußmarsch trafen wir uns mit unserem Bischofsvikar Dr. Rupert Stadler in der Kirche St. Peter in Ketten zum gemeinsamen Gottesdienst – sehr beindruckend. Dr Stadler war mit einer Pilgergruppe des Vikariats Süd unterwegs – unsere Wege sollten sich noch einmal kreuzen. In der Dämmerung machten wir uns auf den Weg zur zweiten Heiligen Pforte in der Basilika Santa Maria Maggiore. Diese Basilika ist die größte Marienkirche der Welt und auch hier verweilten wir ausgiebig.

Dienstag 2. Februar:

Sehr zeitig fuhren wir mit dem Bus zum Petersdom. Frühmorgens war hier gottlob noch wenig los und so konnten wir in absoluter Ruhe und Einkehr die dritte Heilige Pforte durchschreiten – wieder ein Erlebnis, dass man eigentlich nicht beschreiben, sondern nur in seinem Herzen tragen kann. Im Inneren der zweitgrößten Kirche der Welt trafen wir uns mit einer Pilgergruppe aus Neuhofen an der Ybbs zum gemeinsamen Gottesdienst vor dem Altar vom hl. Papst Johannes 23. Zelebrant war Bischofsvikar (Vikariat St. Pölten) Dr. Helmut Prader, den wir (wir glauben nicht an Zufälle!) mit seiner Gruppe am Flughafen in Rom bei der Gepäcksausgabe kennenlernen durften. Nach einer sehr gelungenen und schwungvollen hl. Messe führte uns unser Weg auf die Kuppel des Petersdoms. Dort erläuterte uns Dr. Prader, der 5 Jahre in Rom studiert hat, aus der Vogelperspektive alle wichtigen Gebäude des Vatikanstaates. In seiner Pfarre in Neuhofen/Ybbs hat er bei 2000 Einwohnern sage und schreibe 65! Ministrantinnen und Ministranten – die 13- und 14 jährigen waren diesmal in Rom mit dabei. Nach einer langen und intensiven Erkundung des Innenraums vom Petersdom, ging es am Nachmittag zu den Klassikern Roms (Trevi Brunnen,

Pantheon, Piazza Navona, Spanische Stiege, Piazza del Popollo).

Mittwoch 3. Februar:

Wieder zeitig in den Bus Richtung Petersplatz. Dort trafen wir uns mit der Pilgergruppe von Bischofsvikar Dr. Stadler. Ausgestattet mit den Eintrittskarten für die (fast) jeden Mittwoch stattfindende Generalaudienz von Papst Franziskus nahmen wir vor dem Petersdom Platz. Der Heilige Vater kam um 9 Uhr 45 mit seinem Papamobil und fuhr zwischen den einzelnen Sektoren unter großem Jubel der Gläubigen. Die Herzlichkeit dieses Menschen, der immer wieder anhalten ließ, um kleine Kinder in den Arm zu nehmen und zu segnen,

ist wahrlich einzigartig – ein Abbild von Gottes Liebe in dieser Welt. In seiner Katechese widmete er sich dem Leitthema des Heiligen Jahres, der göttlichen Barmherzigkeit. Immer wieder blickte er von seinem Skriptum auf und sprach frei und voll Leidenschaft seine Gedanken aus. Das abschließende gemeinsam von rund 20. 000 Gläubigen in Latein gesprochene Vater Unser mit anschließendem großem Segen von Papst Franziskus für die anwesenden Gläubigen und ihre Familien, erfüllte unsere Herzen mit großer Freude.

Am Nachmittag ging’s per U-Bahn zu der Basilika St. Paul vor den Mauern, wo wir die 4. und letzte Heilige Pforte der vier Hauptkirchen Roms durchschritten.

Nur ein kleiner Auszug dessen, was wir in diesen drei intensiven Tagen in Rom erleben durften ist hier aufgezeichnet. Wir appellieren aber an alle Gläubigen, mindestens eine Heilige Pforte im Heiligen Jahr zu durchschreiten. Dazu muss man nicht nach Rom reisen. In unserer Erzdiözese gibt es auch drei Heilige Pforten: Das Riesentor vom Stephansdom, die Wallfahrtskirche Maria Schutz und die Basilika Kleinmariazell – vielleicht treffen wir uns ja dort, bei der diesjährigen Wallfahrt der Pfarre Sooß am Pfingstmontag dem 16. Mai.

Thema der Wallfahrt: Die Barmherzigkeit Gottes! Alle Wallfahrer (egal ob zu Fuß oder per Auto) werden durch die Heilige Pforte zum Gottesdienst einziehen – wir freuen uns auf Euch!!!

 

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